Wichtiges Etappenziel zu G9 erreicht!

Schulgesetz ermöglicht Umsetzung des neunjährigen Gymnasiums

Ein entscheidender Schritt ist getan, kommentiert der nordrhein-westfälische Philologen-Verband die schulgesetzliche Verankerung der Rückkehr zu G9 durch den Landtag. Damit korrigiert Nordrhein-Westfalen die Schulzeitverkürzung an Gymnasien. Zugleich löst die Landesregierung die im Koalitionsvertrag gemachte Zusage ein, dass Gymnasien bei entsprechenden Schulkonferenzentscheidungen G8 weiterführen können. Die Unterstützung dieser Gymnasien darf allerdings nicht auf die lange Bank geschoben werden.

„Mit dem schulgesetzlichen Rahmen wird eine jahrelange, oft hochemotional aufgeladene, nicht selten verbissen und kompromisslos geführte Debatte um die Schulzeitverkürzung in NRW beendet. Wenn Struktur- und Organisationsfragen geklärt sind, rücken endlich wieder pädagogische Fragen und Antworten in den Mittelpunkt. Jetzt kommt es wesentlich auf substanziell überzeugende Kernlehrpläne in mehr als zwei Dutzend Fächern der Sekundarstufe I an. Erste Konturen der Stundentafel sollten noch vor Beginn des nächsten Schuljahres bekannt gemacht werden. Wir regen an, den Gymnasien flexiblere Formen des Ganztags zu ermöglichen und in den nächsten Jahren eine pädagogische verantwortbare Einstellungsquote zu garantieren!“, so Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes.

Die Rückkehr zu G9 bedeutet nicht, schlicht einen Schalter umzulegen. Die Qualitätserwartungen sind groß. Die Herausforderungen für die Schulträger sind trotz Anerkennung der Konnexität immens. Umso wichtiger sind schulpolitisch ausgewogene und kluge Vorgaben, die Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte verantwortlich in den Umstellungsprozess einbeziehen.

Düsseldorf, den 11.07.2018

  Klaus Schwung
- Pressesprecher -

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