Pressemitteilung

Stellungnahme des Philologen-Verbandes Nordrhein-Westfalen

  • Fairness und Chancengleichheit für alle Abiturienten
  • Abiturprüfungen sollten durchgeführt werden
  • Abitur ohne Prüfungen kann nur eine absolute Notlösung sein
  • Weiterhin hoher Einsatz für die Schülerinnen und Schüler
  • Schulministerium arbeitet mit Hochdruck an Antworten und Lösungen
  • Warten auf einheitliche Regelung zu Prüfungen und Abitur
  • Der PhV NW unterstützt die Entscheidung zu Schulschließungen
  • Angemessenes Verhalten erforderlich
  • Abitur 2020 sicherstellen

PhV NW unterstützt die Entscheidung zu Schulschließungen

GEW, Philologen-Verband NW und VBE zur Corona-Epidemie

Die drei größten Lehrerorganisationen in NRW – GEW, Philologen-Verband NW und VBE - erwarten von Ministerien, Gesundheitsbehörden und Schulträgern bestmögliche Unterstützung und volle Hilfestellung für die Lehrer und Schulleiter in NRW. Die Gefahrenlage durch das Corona-Virus muss nach Auffassung der drei Organisationen jeden Tag neu bewertet werden. Maßnahmen, die gestern noch nicht erforderlich waren, sind womöglich morgen schon zwingend geboten. Auch Schulschließungen dürfen kein Tabu sein.

  • Ministerium für Schule und Bildung in NRW sorgt für wichtige Klarstellung
  • Viele Fragen bleiben dennoch unbeantwortet
  • Lehrerinnen und Lehrer bedürfen der Fürsorge und Unterstützung in diesen unsicheren Zeiten
  • Ergebnisse der LaiW-Studie des Deutschen Philologenverbandes liegen vor
  • Rund 4.700 Gymnasiallehrerinnen und -lehrer in NRW haben sich an der Studie beteiligt
  • Zwei Drittel beschreiben ihre Arbeitsbelastung als hoch oder sehr hoch
  • Finanzielle und andere Risiken für Schulleitungen und Lehrer kaum abschätzbar
  • PhV NW fordert: Schulministerium sollte die Entscheidungen treffen

„Wir sind irritiert über den Inhalt des Brandbriefes, in dem die fünf Regierungspräsidenten die Schulministerin auffordern, an der Qualitätsanalyse festzuhalten. Das Instrument der externen Evaluation steht begründet in der Kritik – die Mehrheit der anderen Bundesländer hat diese bereits abgeschafft oder ausgesetzt. Wir fordern diesen Schritt auch für NRW oder eine Neuausrichtung der Qualitätsanalyse“, so die Vorsitzende des Philologen-Verbandes NW Sabine Mistler.

„Die Lehrerinnen und Lehrer werden im Digitalisierungsprozess immer noch nicht ausreichend unterstützt. Sie müssen sich sowohl um pädagogische Konzepte als auch um den aufwendigen technischen Support kümmern. Letzteres gehört nicht zu ihren Aufgaben. Es gibt weder genug Lehrmaterialien, noch flächendeckend ausreichende Anbindungen an das Internet.

„Das derzeitige Fortbildungswesen geht an den didaktischen Bedarfen der Lehrkräfte vorbei. Die Lehrerinnen und Lehrer wollen attraktive, passgenaue Angebote mit bewusster Ausrichtung auf die jeweilige Schulform. Das bedeutet auch: Lehrkräfte an Gymnasien benötigen andere Fortbildungsformate als Lehrkräfte an Berufskollegs“, erklärt Sabine Mistler, Vorsitzende des Philologen-Verbandes NW zur Evaluation der Lehrerfortbildung in Nordrhein-Westfalen. 

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