Zulassung zum Medizinstudium ohne die besten Abiturienten? Undenkbar!

Philologen-Verband fordert:

Abiturbestenquote stärken, Wartezeit abschaffen und medizinische Vorerfahrung stärker für die Auswahl zukünftiger Medizinstudenten berücksichtigen

Die Richter des höchsten deutschen Gerichtes haben im Dezember 2017 mit ihrem Urteil zur Hochschulzulassung im Fach Medizin die seit vielen Jahren bewährte Praxis der Erstauswahl von Studienplatzbewerbern durch die Abiturbestenquote bestätigt.

Für die weiteren Bewerber fordern sie jedoch die Berücksichtigung erheblicher Faktoren neben der Abiturdurchschnittsnote.

Der nordrhein-westfälische Philologen-Verband fordert die Schulministerin Yvonne Gebauer auf, sich bei der Kultusministerkonferenz am 14. Juni 2018 dafür einzusetzen, die Abiturbestenquote dementsprechend mit 30% zu berücksichtigen. Sie ist das empirisch beste Kriterium für den Abschluss eines erfolgreichen Studiums. „Das Abitur muss sich für unsere Schülerinnen und Schüler doch gerade für die Aufnahme des Studiums lohnen!“, so der Vorsitzende Peter Silbernagel.

Wir appellieren an die Kultusministerkonferenz, den Hochschulzugang zum Medizinstudium über eine inhaltlich nicht qualifizierende Wartezeitenquote abzuschaffen, dafür aber den Anteil der Abiturbestenquote zu erhöhen!

Für den weiteren Zugang zum Medizinstudium sollten neben der Abiturdurchschnittsnote die Ergebnisse eines neuen bundesweiten Medizinertests und praktisch-medizinische Vorerfahrung besonders gewichtet werden. „Unser konkreter Vorschlag liegt auf dem Tisch: 40% Abiturdurchschnittsnote, 40% Test, 20 % medizinische Vorerfahrung für ein kombiniertes Auswahlverfahren für alle diejenigen Bewerber, die nicht zu den jeweiligen landesbesten Abiturienten zählen!“

Düsseldorf, den 08.06.2018

  Klaus Schwung
- Pressesprecher