Unzureichende Reaktion des Schulministeriums auf Flüchtlingsstrom!

Beim Umgang mit Flüchtlingen sind die meisten Schulen alleine gelassen. Die bisher zur Verfügung gestellten 300 zusätzlichen Lehrerstellen reichen bei weitem nicht aus, um mehr als 10.000 schulpflichtige Flüchtlingskinder in Vorbereitungs-, Auffang- oder internationalen Klassen zu beschulen. Auch können die Schulen bei der schulpsychologischen Betreuung auf viel zu wenig Unterstützung zurückgreifen.

.„Dringend erforderlich ist die Einrichtung einer Taskforce, die als Projektgruppe die gewaltige Herausforderung alleine im schulischen Bereich koordiniert. Es fehlen nicht nur Lehrkräfte, es fehlen ebenso Schulsozialarbeiter. Vor allem aber mangelt es an kalkulierbarem Vorgehen sowie an koordinierten Absprachen auf regionaler und kommunaler Ebene. So erfreulich ehrenamtliche Begleitung in den Schulen ist, sie kann aber mittel- und langfristig die notwendige Unterstützung mit einer ausreichenden Lehrerversorgung nicht ersetzen.

Bei der Umsetzung der Inklusion kritisieren viele Schulen die unzureichenden Ressourcen. Das darf sich im Umgang mit Flüchtlingskindern nicht wiederholen!“, so Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes.

Düsseldorf, 07.08.2015

gez. Klaus Schwung
- Pressesprecher -

 

Pressemitteilung als PDF-Datei