Stundentafel zum G9-Gymnasium: ausgewogen und praktikabel!

Gemeinsam mit den Schulleitervereinigungen und der Landeselternschaft für Gymnasien konnte der nordrhein-westfälische Philologen-Verband  durchsetzen, dass der Entwurf zur Stundentafel zu Beginn des neuen Schuljahres veröffentlicht wurde. Dies trägt einerseits dem Informationsbedürfnis Rechnung und andererseits trägt es zur mittelfristigen Planungssicherheit in den Schulen bei. 

Der vorliegende Entwurf ist aus Sicht des Philologen-Verbandes ausgewogen, nachvollziehbar und praktikabel. 

Während die Gesamtstundenzahl der Kernstunden in 5. + 6. Jahrgangsstufe unter dem Durchschnitt von jeweils 30 Wochenstunden bleibt, führt dies aber dazu, dass in den Jahrgangsstufen 7 – 10 einmal Nachmittagsunterricht stattfinden wird. Dies kann bspw. in der 10. Klasse geschehen. Angesichts des Gesamtkonstruktes der Stundentafel sind diese Vorgaben akzeptabel. 

Im Lernbereich Gesellschaftslehre kann nach einem Beschluss der Schulkonferenz bspw. das Fach Geschichte mit 8 Stunden und damit in 4 Jahrgangsstufen vertreten sein (Politik/Wirtschaft könnte bspw. 8 Wochenstunden umfassen). Im Lernbereich Naturwissenschaften  kann das Fach Informatik (bis zu 2 Stunden) verankert werden. 

„Wir legen sehr großen Wert darauf, dass die Kernlehrpläne, die die Stundentafel mit Leben füllen,  gymnasial ausgerichtet sind! Es ist wichtig, dass sich die Inhalte im Sekundarstufen I-Bereich nicht am Mittleren Bildungsabschluss orientieren, sondern für die Gymnasien substanziell an den Oberstufenlehrplänen ausgerichtet sind und insgesamt den Gymnasialansprüchen genügen“, so Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes.  

Erfreut zeigt sich der Verband darüber, dass das Schulministerium den Gymnasien einen zusätzlichen Pädagogischen Tag für das kommende Schuljahr ermöglicht. 

Unverzichtbar ist zudem, dass die von der Qualitätsagentur in Soest aufbereiteten, konkretisierenden Materialien zu den Kernlehrplänen 1:1 von den Schulen übernommen werden können, damit der „konzeptionelle“ Aufwand so gering wie möglich gehalten werden kann. 

Düsseldorf, den 06.09.2018

Informationskontakt: 
Peter Silbernagel; Mobil: 0171 / 46 86 169