Skandalösen Unterrichtsausfall endlich beenden!

Die Elternschaft der Gymnasien, Schulleiterinnen und Schulleiter und der nordrhein-westfälische Philologen-Verband schlagen Alarm. Seit Jahren fällt in unzumutbarem Umfang Unterricht aus. Tausende Lehrerstellen fehlen! Immer wieder mahnen Schulpolitiker mehr Bildungsgerechtigkeit an. Zugleich vorenthalten sie einer ganzen Schülergeneration die ihnen zustehende Bildung. Die Schulen können mit der viel zu kurzen Lehrerdecke den Unterrichtsansprüchen nicht gerecht werden.

„Seit Jahren sind die Vorgaben zur Errechnung der erforderlichen Lehrerstellen fehlerhaft, da man von „Idealschulen“ ausgeht, die weder ältere und schwerbehinderte Kollegen, weder schwangere Lehrkräfte, noch in Fortbildung befindliche oder kranke Lehrerinnen und Lehrer berücksichtigen. Die vom Schulministerium zugegebene Lücke  von mehr als 3.500 fehlenden Lehrerstellen muss schnellstens ausgefüllt werden!

Zu dem systembedingten Unterreichsausfall kommen die Lehrerstellen, die wegen ständiger Reformmaßnahmen notwendig wären. Ich erinnere an das Großprojekt Inklusion. Hierfür bei mehr als 6.000 Schulen in NRW nur etwas mehr als 3.000 zusätzliche Lehrkräfte in einem Zeitraum von 5 Jahren einzuplanen, ist einfach eine Frechheit!“, kommentiert Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen  Philologen-Verbands.

Der Philologen-Verband hält es für unzumutbar, dass die fehlenden Lehrkräfte zu ständig wachsender Arbeitsbelastung der Kolleginnen und Kollegen führen. Dringend nötig ist eine 10-prozentige Stellenreserve. Ebenso müssen die sogenannten Flexiblen Mittel gegen Unterrichtsausfall erhöht werden, damit alle erkrankten Kolleginnen und Kollegen oder in Mutterschutz Befindliche zeitnah ersetzt werden können.


Düsseldorf, 28.10.2015

gez. Klaus Schwung
- Pressesprecher -

 

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