PhV in den Medien

Kurz vor der Rückkehr zum Präsenzunterricht in NRW und wenige Wochen vor den Sommerferien warnen Fachleute, dass Kinder und Jugendliche mit erheblichem Ballast in den Unterricht starten.

Der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW) fordert die Rückkehr zum Präsenzunterricht in NRW erst zu gestatten, wenn der Inzidenzwert in einem oder einer kreisfreien Stadt stabil unter 50 liegt. „Weder die Schülerinnen und Schüler noch eine Vielzahl der Lehrkräfte der weiterführenden Schulen haben bisher die Möglichkeit erhalten, sich vollständig gegen COVID-19 impfen zu lassen.

[...] Und es gibt eine weitere Sorge: "Insbesondere die Lehrkräfte an den Schulen sind noch nicht durchgeimpft, deshalb stehen wir dem Präsenzunterricht kritisch gegenüber", sagte Sabine Mistler, Vorsitzende des Philologen-Verbandes NRW, unserer Zeitung. Das werde flächendeckend wohl erst knapp vor den Sommerferien der Fall sein. Auch warnte Mistler davor, Schülerinnen und Schüler vorschnell in eine Impfung zu drängen.

[...] Beim Philologenverband hieß es, es sei die Rede von einem zu großen Umfang in beiden Prüfungsteilen, sowohl für den Leistungskurs als auch für den Grundkurs. Die Zusatzaufgabe sei hingegen in Ordnung gewesen. Den Betroffenen rät der Verband, zunächst einmal Ruhe zu bewahren: „Jetzt sollten erst einmal die Experten, die Mathematik- Grund- und Leistungskurslehrer, die Abiturklausuren sichten und korrigieren und dann wird sich zeigen, inwieweit der erste Eindruck unter Umständen weiteres Handeln erforderlich macht oder nicht.“

„Wir fordern zusätzliches und unbefristetes Lehrpersonal sowie eine deutliche Aufstockung von Stellen für Schulsozialarbeit, Sozialpädagogik und Schulpsychologen an den Schulen“, sagte die Landesvorsitzende des Philologenverbands, Sabine Mistler. Spätestens im kommenden Schuljahr könnten dann beispielsweise kleinere Lerngruppen gebildet werden, um Defizite intensiv aufzuholen und Schüler schnellstmöglich auffangen zu können.

[...] Belastung, Druck und Nervosität seien in diesem Jahr besonders groß, schilderte die Vorsitzende des Philologen-Verbands NRW, Sabine Mistler. Die Prüfungen würden auch unter dem neuen Infektionsschutzgesetz und der Bundes-Notbremse nach dem Willen von Bundes- und Landesregierung in Präsenz durchgeführt - "ohne die Entwicklung des Infektionsgeschehens zu berücksichtigen". Mistler monierte, dass Lehrer an Gesamtschulen und Gymnasien bisher keine Impfungen erhalten hätten und "sich täglich einem erhöhten Gesundheitsrisiko aussetzen."

[...] „Das Hin und Her ist für Lehrer, Eltern und Schüler schon eine belastende Situation. [...] Viele Lehrkräfte würden sich wünschen, sich nicht mit den Testungen beschäftigen zu müssen. „Eine Idee wäre, Teststationen neben Schulen einzurichten, in denen morgens die Schüler getestet werden und später am Tag Bürgertestungen durchgeführt werden könnten – durch geschultes Personal“, sagt die Vorsitzende des Philolologen-Verbandes Nordrhein-Westfalen, Sabine Mistler.

Von Seiten des Philologen-Verbandes gibt es eine klare Forderung, wann Präsenzunterricht, in welcher Form auch immer, ermöglicht werden soll: "Wir wollen auf jeden Fall eine schnellstmögliche Impfpriorität für Lehrerinnen und Lehrer. Das ist jetzt sehr, sehr wichtig, um damit auch tatsächlich einen Schutz zu gewährleisten", so die Vorsitzende Sabine Mistler.

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