PhV in den Medien

Viele Abiturienten in NRW haben in diesem Jahr über zu hohe Anforderungen bei den Klausuren geklagt. Eine Umfrage zeigt nun, was die Lehrer dazu sagen. Klar ist: Nicht alles scheint gut gelaufen zu sein. Die Mehrheit der Lehrer in NRW hält das Niveau des Corona-Abiturs in diesem Jahr für „eher hoch“ oder „hoch“. Diese Einschätzung gaben 61 bzw. 18 Prozent der Pädagogen in einer Umfrage des nordrhein-westfälischen Philologenverbands ab. [...]

Trotz des ho­hen zu­sätz­li­chen Auf­wands be­für­wor­tet die Mehr­heit der Leh­rer das Tes­ten und die Mas­ken­pflicht an den Schu­len in Nord­rhein-West­fa­len. Das geht aus ei­ner Um­fra­ge des NRW-Phi­lo­lo­gen­ver­bands an Gym­na­si­en, Ge­samt­schu­len und Wei­ter­bil­dungs­kol­legs her­vor, die un­se­rer Re­dak­ti­on vor­ab vor­liegt. Am meis­ten Zu­spruch beim In­fek­ti­ons­schutz er­hiel­ten dem­zu­fol­ge die Mas­ken­pflicht mit 89 Pro­zent und die Ab­stands- und Hy­gie­ne­re­geln mit 71 Pro­zent.

Ab Montag fällt die Maskenpflicht auf den Schulhöfen in NRW. Dazu sagt die Vorsitzende des Philologen-Verbandes Nordrhein-Westfalen (PhV NW), Sabine Mistler: „Die Masken sind natürlich ein sichtbarer Schutz. Weder alle Lehrerinnen und Lehrer noch Schülerinnen und Schüler sind geimpft und wir machen uns natürlich auch Sorgen, weil ein Schulhof keine Corona-Schutzverordnung kennt. Da ist es unglaublich schwer, so etwas wie Abstand beispielsweise einzuhalten.“

Mathe-Abiturienten in Nordrhein-Westfalen können nicht auf eine bessere Benotung hoffen. [...] Der Philologenverband in NRW hielt sich am Mittwoch mit einer Bewertung zurück: „Ich will das pauschal nicht beurteilen“, sagte die Landesvorsitzende Sabine Mistler. Mecklenburg-Vorpommerns Schüler seien offenbar mit anderen Voraussetzungen in die Prüfungen gegangen.

Kurz vor der Rückkehr zum Präsenzunterricht in NRW und wenige Wochen vor den Sommerferien warnen Fachleute, dass Kinder und Jugendliche mit erheblichem Ballast in den Unterricht starten.

Der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW) fordert die Rückkehr zum Präsenzunterricht in NRW erst zu gestatten, wenn der Inzidenzwert in einem oder einer kreisfreien Stadt stabil unter 50 liegt. „Weder die Schülerinnen und Schüler noch eine Vielzahl der Lehrkräfte der weiterführenden Schulen haben bisher die Möglichkeit erhalten, sich vollständig gegen COVID-19 impfen zu lassen.

[...] Und es gibt eine weitere Sorge: "Insbesondere die Lehrkräfte an den Schulen sind noch nicht durchgeimpft, deshalb stehen wir dem Präsenzunterricht kritisch gegenüber", sagte Sabine Mistler, Vorsitzende des Philologen-Verbandes NRW, unserer Zeitung. Das werde flächendeckend wohl erst knapp vor den Sommerferien der Fall sein. Auch warnte Mistler davor, Schülerinnen und Schüler vorschnell in eine Impfung zu drängen.

[...] Beim Philologenverband hieß es, es sei die Rede von einem zu großen Umfang in beiden Prüfungsteilen, sowohl für den Leistungskurs als auch für den Grundkurs. Die Zusatzaufgabe sei hingegen in Ordnung gewesen. Den Betroffenen rät der Verband, zunächst einmal Ruhe zu bewahren: „Jetzt sollten erst einmal die Experten, die Mathematik- Grund- und Leistungskurslehrer, die Abiturklausuren sichten und korrigieren und dann wird sich zeigen, inwieweit der erste Eindruck unter Umständen weiteres Handeln erforderlich macht oder nicht.“

„Wir fordern zusätzliches und unbefristetes Lehrpersonal sowie eine deutliche Aufstockung von Stellen für Schulsozialarbeit, Sozialpädagogik und Schulpsychologen an den Schulen“, sagte die Landesvorsitzende des Philologenverbands, Sabine Mistler. Spätestens im kommenden Schuljahr könnten dann beispielsweise kleinere Lerngruppen gebildet werden, um Defizite intensiv aufzuholen und Schüler schnellstmöglich auffangen zu können.

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