PhV in den Medien

[..] Die neue NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat sich gegenüber Schulrankings offen gezeigt. Peter Silbernagel vom Philologen-Verband sieht sie hingegen kritisch. 

Lesen Sie das Interview mit Peter Silbernagel hier.

Düsseldorf. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will öffentlich machen, wie viel Unterricht vor Ort ausfällt. Außerdem ist sie offen für Rankings der Schulen etwa nach Notenschnitt. Eltern applaudieren, Lehrer warnen. [...]

DÜSSELDORF. Stärkere Konkurrenz unter den Schulen in Nordrhein-Westfalen ist für die neue Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) offenbar kein Tabuthema. In einem Zeitungsinterview zeigte sie sich offen für Rankings, etwa hinsichtlich der Ergebnisse von Vergleichsarbeiten und Abiturnoten. Frischen Wind bringt Gebauer auch in die Diskussion um den Unterrichtsausfall an den Schulen im Land. Hatte sich die frühere Regierung schwer getan, die Ausfallzeiten überhaupt zu ermitteln, will Gebauer die Zeiten nicht nur evaluieren, sondern auch veröffentlichen.

„Es geht um eine Balance zwischen Erforderlichem, pädagogisch Verantwortbarem und Leistbarem.“ Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbandes NRW, fasste sein Statement zur Über- und Unterforderung in der Bildung zusammen. Er war einer der fünf hochkarätigen Fachleute, die der Schlaun Cirkel Nottuln zum 2. Nottulner Bildungsforum mit dem Thema „Zwischen Über- und Unterfordung – wird unser Bildungssystem seinen Aufgaben gerecht?“ eingeladen hatte.

Peter Silbernagel kann kein Loblied auf die Inklusion in NRW singen. Der Studiendirektor steht an der Spitze des Philologen-Verbands Nordrhein-Westfalen. Damit vertritt er auch die beruflichen Belange von Lehrern im Rheinisch-Bergischen Kreis. Nicht nur dort fällt es Pädagogen schwer, ehrlich auszusprechen, was sie über die inklusive Bildung an Regelschulen denken.

CDU und FDP verlängern in NRW die Gymnasialzeit wieder auf neun Jahre - und wollen trotzdem nicht von einer Kehrtwende sprechen. G9 werde schließlich nur "prinzipiell" wieder eingeführt. [...]

[...] „Es geht um eine Balance zwischen Erforderlichem, pädagogisch Verantwortbarem und Leistbarem.“ Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbandes NRW, fasste sein Statement zur Über- und Unterforderung in der Bildung zusammen.

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[...] Aus Sicht des Philologenverbandes NRW war der Abschied von G8 unausweichlich. „Auf einer Sachebene über G8 zu diskutieren war nicht mehr möglich – das Turbo-Abi steht für allen Unmut über das NRW-Schulwesen“, sagte Verbandschef Peter Silbernagel. Ausdrücklich begrüßt er die Entscheidung, nun G9 Priorität einzuräumen. „G8 ist so negativ besetzt, dass es keine Chance mehr gab, G8 als Leitvorstellung aufrechtzuerhalten“, sagt er. Doch Silbernagel sagt auch, von den Lehrkräften habe er nur wenig Negatives über G8 gehört.  [...]

DÜSSELDORF. Die Leitentscheidung der wahrscheinlichen schwarz-gelben Koalitionäre in Nordrhein-Westfalen steht. Viel mehr allerdings noch nicht. Bei Eltern und Lehrern findet der Entschluss zu G9 zurückzukehren schon jetzt Anklang.

Das Wort „Kehrtwende“ wollte Christian Lindner nicht in den Mund nehmen. Auf Nachfrage sprach der FDP-Chef etwas gequält vom „K-Wort“. Doch natürlich bedeutet die am Mittwoch von CDU und FDP völlig überraschend angekündigte Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) als Regelfall in NRW eine Kurskorrektur.

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