Impfangebote für Lehrkräfte dringend zeitnah erforderlich

Liebe Mitglieder,

in den letzten Tagen und Wochen erreichten uns aus Ihren Reihen zahlreiche Anfragen hinsichtlich der Forderung nach einem Impfangebot für Lehrerinnen und Lehrer an den weiterführenden Schulen.

Der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen hat in den letzten zwei Monaten öffentlich und im internen direkten Austausch mit dem Dienstherrn und den politisch Verantwortlichen mit großem Nachdruck darauf gedrungen, dass alle Lehrkräfte, die dies wollen, baldmöglichst die Möglichkeit einer Impfung gegen das SARS-COV-II-Virus erhalten, damit ein Höchstmaß an Infektionsschutz für alle am Schulleben beteiligten Personen gewährleistet wird.

Dabei ging und geht es uns nicht darum, Berufsgruppen gegeneinander auszuspielen. Aber weil wir als Lehrerinnen und Lehrer in der Verantwortung für die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen stehen und eine Fürsorgepflicht gegenüber den Schülerinnen und Schülern haben, benötigen wir im Sinne der Ausübung unserer auch gesellschaftlich wichtigen Aufgabe dringend Impfangebote für die Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen. 

Dies erscheint umso dringlicher, als eine neue Studie der Berliner TU jüngst wieder zu dem Schluss gekommen ist, dass das Ansteckungsrisiko im Unterricht deutlich höher ist als in anderen Innenraum-Situationen - die solchermaßen erhöhte Gefährdung erfordert entsprechend zwingend den maximal möglichen Schutz, der durch eine Impfung erreicht werden kann.

Unsere bisherigen Stellungnahmen und Pressemitteilungen zum Thema finden Sie auf der Homepage des PhV NW unter Aktuelles:

https://www.phv-nw.de/aktuelles

Die zitierte Studie der TU Berlin können Sie hier nachlesen:

https://depositonce.tu-berlin.de/bitstream/11303/12578/5/kriegel_hartmann_2021.pdf

Leider ist der Dienstherr unseren Forderungen im Gegensatz zu anderen Landesregierungen bislang nicht nachgekommen.

Der PhV NW hat gravierende Bedenken bezüglich dieser Ungleichbehandlung beim Impfen innerhalb der Beamtengruppe der Lehrkräfte und wird diese einer verwaltungsgerichtlichen Klärung zuführen.

Selbstverständlich werden wir als Philologen-Verband außerdem weiterhin auch politisch und publizistisch alles tun, was in unserer Macht steht, um bei den Entscheidungsträgern in der Politik eine Änderung der Haltung zu erwirken.

In diesem Zusammenhang weisen wir Sie empfehlend auf die Petition einer Kollegin hin, die sich an die zuständigen Ministerien in Land und Bund wendet, um endlich eine schnelle Möglichkeit der Impfung für alle Lehrerinnen und Lehrer, die dies wünschen, zu erwirken. 

Darüber hinaus machen wir Sie noch einmal auf die mit dem Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen abgestimmte Petition zu den Testungen aufmerksam, die noch bis zum 03.05.2021 läuft.

Mit freundlichen Grüßen und bleiben Sie gesund!

Ihre Sabine Mistler
Landesvorsitzende

 

Die Links zu den beiden Petitionen finden Sie hier:

 

AnhangGröße
PDF Icon impfangebot.pdf143 KB