Leverkusen

Bezirk Leverkusen

Über den Bezirk


Der Bezirk Leverkusen steht mit seiner Mischung aus urbanen Strukturen und ländlicher Idylle vielleicht stellvertretend für das ganze Land NRW. Während in den Tälern der Wupper die industrielle Revolution ihren Anfang genommen hat, wurde sie mit der Chemie am Rhein in Leverkusen und einer großen Zuwanderung fortgesetzt. Heute bestimmt gerade diese Mischung aus Tradition und Moderne, Beständigkeit und Integration auch den Alltag in dem Schulen unsere vergleichsweise kleinen Bezirks. Umso mehr legen wir Wert auf Kommunikation und Austausch untereinander, denn insbesondere die Verbindung aus Erfahrung und Vision schafft Zukunft und hilft uns im Alltag.

 

Begrüßung der Referendare des neuen Jahrgangs

Gesamtschule Leverkusen Schlebusch, 31.10.2018

Die 300 neuen Referendare am ZfsL Leverkusen wurden zu ihrer Vereidigung am 31.10.2018 von einem großen Team des PhV mit Kaffee und Präsenten herzlich willkommen geheißen. Etlichen Mitgliedern aus den Bezirken Köln und Leverkusen fiel es leicht, den jungen Kollegen vor Ort die inhaltlichen und die praktischen Vorteile des Verbandes zu präsentieren: Ausschärfung des gymnasialen Anforderungsprofils, Verbeamtung von Lehrkräften, Beibehaltung der mehrgliedrigen Schullandschaft neben Rechtsberatung, Versicherungen und Fortbildungsangeboten.

Sabine Mistler war schließlich die Glücksfee, die unter den fast 30 spontan beigetretenen neuen Mitgliedern als Bonus sechs Plätze in einem Stimmbildungsseminar auslosen durfte. Wir gratulieren nicht nur den Gewinnern zu ihrem Seminar, sondern allen neuen Mitgliedern zu ihrer richtigen Entscheidung, die sie ein Berufsleben lang begleiten mag.

 

Veranstaltung am 14.6.2018 im Landrat-Lucas-Gymnasium, Leverkusen-Opladen

Rechtsfragen zur Digitalisierung von Schule

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Der Justiziar des Philologenverbandes NW, Stefan Avenarius, traf im Landrat-Lucas-Gymnasium in Leverkusen-Opladen auf ein gespanntes Publikum, das mit vielen Detailfragen aus der Praxis seine Ausführungen zu der juristischen Bewertung der Digitalisierung von Schule bereicherte. Nicht erst seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist die Frage der Verarbeitung personenbezogener Daten auf privaten Endgeräten problematisch. Die Teilnehmer erfuhren, dass die rechtlichen Grundlagen bereits aus Mitte der 1990er Jahre stammen und die Speicherung von Schülerdaten seitdem bereits der Genehmigung bedurfte.

Zur ersten Orientierung empfahl Herr Avenarius vor allem die „Handreichung zur Genehmigung für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten aus der Schule durch Lehrkräfte zu dienstlichen Zwecken auf privaten ADV-Anlagen von Lehrkräften“ der Medienberatung NRW.

Allerdings sieht der Philologenverband NW noch zahlreiche ungeklärte Fragen für den täglichen Umgang und die Umsetzung der „Dienstanweisung für die automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten in der Schule“.

Konkrete Folgen hat die DSGVO auch auf die Gestaltung von Homepages, wenn dort Schülerbilder zu sehen sind. Für diese wie auch Schülerprodukte muss eine nutzungsbezogene Freigabe von den Erziehungsberechtigten vorliegen. Herr Avenarius empfahl mangels einer Vorlage des Bildungsministeriums MSW NRW die Vorlage aus Baden-Würtenberg nach einer schulbezogenen Anpassung zu nutzen und sie zur Freigabe den lokalen Datenschutzbeauftragten vorzulegen. Diese sind i.d.R. bei den Schulämtern angesiedelt und auf den Seiten der Medienberatung zu erfahren. Wichtig ist vor allem die Beschreibung der Zwecknutzung.

Von großem Interesse war auch die die grundsätzliche Freigabe von Bildrechten, in dessen Kontext der Justiziar immer wieder auf die Paragraphen §§ 22, 23 und 33 des KunstUrheberGesetz (KunstUrhG) verwies. Insbesondere das Strafmaß von bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe für die unerlaubte Verbreitung eines Bildes nach §§ 22, 23 KunstUrhG sorgte für große Aufmerksamkeit. Diese Information wurde auch für zahlreiche enthemmt fotografierende Schüler*innen als wichtig angesehen.

Bereits in der „Bildung aktuell“ vom Mai 2018 weist Stefan Avenarius auf das zum 01.03.2018 inkraft getretene UrhWissG („Gesetz zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft“) hin, das die Nutzungsbefugnisse für Medien im Unterricht regelt. Hiernach ist es nur noch zulässig, bis zu 15% der Medien ohne Zustimmung der Rechteinhaber im Unterricht zu zeigen. Darüber hinausgehende Vorführungen müssen lizensiert werden.

Allerdings merkte Herr Avenarius an, dass der Verwertungsvertrag zwischen den Bundesländern und den Verwertungsgesellschaften weiterhin Gültigkeit besitze. Vor allem „Filme im Unterricht“ sowie für digitalen Kopien aus Schulbüchern empfahl er die verlinkten Internetseiten, um sich rechtlich kundig zu machen. Herr Avenarius wies auf die Nutzung der Kommunalen Medienzentren hin, die unter dem online-Angebot EDMOND lizensierte Filme zum Streamen anbieten. Zumeist besitzen die Schulen über eine Abgabe des Schulträgers eine Zugangsberechtigung.

Gespannt lauschten die Kolleg*innen auch den Ausführungen zu den Empfehlungen im Umgang mit Schüler*innen in den Sozialen Medien, die das ZfsL Münster herausgegeben hat, denn nicht immer sind die Kolleg*innen auch gleich Freunde ihrer Schüler*innen.

Nach über zwei Stunden anregenden Vortrages, der immer wieder durch Erfahrungen und Fragen aus der Praxis konkretisiert wurde, dankte der Vorstand des Bezirks Leverkusen Herrn Avenarius für diese wichtige Hilfestellung im Schulalltag.

 

Mit manipulativem Zahlensalat zum Arbeitszeitkonto?

Nicht mit dem PhV!
Der Bericht des Landesrechnungshofes im Faktencheck

Den Wortlaut der Stellungnahme des PhV finden Sie unten!

Leverkusen | PhV NW - Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen

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