Bochum

Bezirk Bochum

Presseerklärung vom 19.05.2020

GEW fordert erneut die Gründung neuer Gesamtschulen auch mittels Umwandlung von Gymnasien (W.A.Z.-Artikel „Gewerkschaft fordert weitere neue Gesamtschulen“ vom 19.05.2020)

Der Vorsitzende der Bochumer Philologen-Verbands-Bezirksgruppe, Dr. Paul Reiter, kritisiert die erneute Forderung der Bochumer GEW, gegebenenfalls in Bochum zwei Gymnasien zugunsten weiterer Gesamtschulen zu schließen:

„Erneut fordert die GEW Bochum, wie bereits vor einem Jahr, die Gründung weiterer Gesamtschulen und möchte im gleichen Atemzug nicht ausschließen, gegebenenfalls zwei Gymnasien in Gesamtschulen umzuwandeln. Dass die zehn verbleibenden Gymnasien mit konstant über 40 % Zuspruch in der Bochumer Eltern- und Schülerschaft sich gerade als eine sehr dynamische, moderne und leistungsbewusste Schulform behauptet haben, ist angesichts der vielen schulideologischen Kampagnen in der Vergangenheit alles andere als einfach gewesen, obwohl die Gesamtschulen jahrzehntelang sachlich und personell sehr gut ausgestattet und privilegiert wurden. Die damalige so genannte Umwandlung des Freiherr-vom-Stein-GY und der anliegenden Realschule hatte seinerzeit lediglich bei den Gesamtschulbefürwortern Begeisterungsstürme ausgelöst.

Selbstverständlich kann die Gründung einer weiteren Gesamtschule auf Kosten eines Gymnasiums keine Lösung sein, zumal die fünfte (neue) Gesamtschule Bochum-Mitte weiterhin geringe Anmeldezahlen verzeichnet und große Kapazitäten vorhält. Nicht die zentrale Lage einer Schule entscheidet über Anmeldezahlen, sondern das Konzept der jeweiligen Schulgemeinde. Nicht alle Bochumer Gymnasien liegen zentral und haben trotzdem sehr gute Anmeldezahlen. Es wäre ein fatales Signal, wenn nun wieder mindestens ein Gymnasium in Bochum zerschlagen würde; und dies in einer Stadt, die sich als Universitäts- Wissenschafts- und Hightech-Standort immer mehr profiliert und daher die gymnasiale Landschaft pflegen sollte. Wir können nur hoffen, dass die Mehrheitsfraktion in Bochum ein eindeutiges Bekenntnis zur beliebtesten weiterführenden Schulform Gymnasium abgibt und damit den klaren Willen der Bevölkerungsmehrheit respektiert. In einer gut funktionierenden Demokratie müsste dies eigentlich selbstverständlich sein.

Presseerklärung vom 16.04.2020

Der Vorsitzende der Philologen-Verbands-Bezirksgruppe Bochum / Hattingen / Witten, Dr. Paul Reiter, begrüßt die schrittweise Wiederaufnahme des Schulbetriebs mit den Abschlussklassen und fordert hohe hygienische Standards an den Schulen ein.
„Es ist eine sehr vernünftige Entscheidung, zu allererst den Unterricht in den Abschlussklassen Q2 an den Gymnasien bzw. in der Jahrgangsstufe 13 an den Gesamtschulen sowie in den Abschlussklassen der Sekundarstufe I und der Berufsschulen wiederaufzunehmen. Auf diese Weise bleiben die Schulen noch relativ leer und es bleibt genügend Abstand zwischen den Lernenden und Lehrenden untereinander. So kann man die regulären schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen durchführen. Unser NRW-Abitur bleibt bundesweit unangefochten anerkannt und wird somit nicht als Not- oder Corona-Abitur diskreditiert, da viele andere Bundessländer ebenso handeln. Selbiges gilt für die Abschlussklassen in der Sekundarstufe I und an den Berufsschulen. Unsere jungen Menschen haben ein Anrecht auf einen vollwertigen Abschluss, mit dem sie sich überall bewerben können.“
Zudem sei es sehr wichtig, so Dr. Reiter weiter, „dass die hygienischen Voraussetzungen in den Schulgebäuden stimmen, damit die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer, insbesondere im Hinblick auf eine eventuelle Risikogruppenzugehörigkeit, nachhaltig geschützt werden. Dies bedeutet auch für die Zukunft ganz klar, dass die Toilettenartikel (Seife und Papier) sowie Desinfektionsspender in ausreichender Zahl endlich in allen Schulen Standard werden. Durch die Corona-Pandemie sollten sich die Schulträger dazu verpflichtet fühlen, der Reinigung und Erhaltung der Sauberkeit in allen Schulgebäuden oberste Priorität einzuräumen und die diesbezüglichen Sparmaßnahmen mit ihren negativen Auswirkungen in den vergangenen Jahren zurückzunehmen – zum Wohle aller Schulgemeindemitglieder.“

 

PRESSEERKLÄRUNG vom 12.10.2019

Der Vorsitzende der Bochumer Philologen-Verbands-Bezirksgruppe, Dr. Paul Reiter, verurteilt auf Schärfste den Anschlag auf die Synagoge in Halle und appelliert an alle Bildungsbeteiligten, sich Rassismus und Antisemitismus entgegenzustellen.
„Mit Entsetzen und Scham reagiert unsere Bochumer Philologen-Verbands-Bezirksgruppe auf den menschenverachtenden Anschlag auf die Synagoge in Halle. Es ist erschütternd, dass nicht einmal 80 Jahre nach dem Holocaust Juden in Deutschland und Europa immer noch nicht in Frieden und Sicherheit einen Feiertag in ihrem Gotteshaus begehen können, sondern Angst davor haben müssen ermordet zu werden. Gerade wir in Deutschland, aber auch in Europa, müssen uns der großen historischen Verantwortung dafür bewusst sein, dass alle Menschen jüdischen Glaubens endlich wieder ein normales Leben in unserem Land führen können – frei von verbaler Diskriminierung, physischer Gewalt und Gefahr für das eigene Leben. Alle Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie alle Eltern sind gefordert, als ein großer Teil unserer Gesellschaft im Rahmen unserer Erziehungspartnerschaft dem latenten und auch sich immer mehr manifestierenden Antisemitismus durch verstärkte Information und Empathie Einhalt zu gebieten. Es ist in Deutschland und Europa gleichermaßen beschämend, dass trotz des Wissens um die millionenfach ermordeten Juden auch heute noch jüdische Kindergärten, Schulen und Gotteshäuser polizeilich bewacht werden müssen, damit es keine Anschläge mit Todesfolge gibt. Niemand in unserem Land kann ernsthaft behaupten, dass er nichts über die nationalsozialistische Terrorherrschaft mit ihrem völkisch-antisemitischen Rassenwahn und dem darauffolgenden industriemäßigen Raubmord an vielen Millionen Juden in der Schule oder auch in den Medien erfahren hat. All diejenigen, die heute den Holocaust leugnen, weiter oder vielmehr wieder offen und vermehrt Hass gegen Juden als Religionsgruppe und Staatangehörige schüren, machen dies bewusst und in bösester Absicht – sei es von Seiten der Hetzer in rechtsextremen, linksextremen oder islamistischen Kreisen. Nicht nur die Schulen und die Medien, auch und insbesondere die Elternhäuser sind gefordert, die sprachliche Verrohung, den respektlosen Umgang mit Minderheiten und die Enttabuisierung rassistisch-antisemitischer Hetze mit unseren Kindern und Jugendlichen zu thematisieren,
bewusst zu machen und zu bekämpfen. Aus diesem Grunde wurde ich gestern bewusst Teil der Menschenkette um die Bochumer Synagoge, um ein Zeichen meiner Trauer und meines Entsetzens zu setzen. Es ist an der Zeit, nicht mehr die Existenz der Holocaust-Leugner und -Relativierer zu leugnen, auch und insbesondere in den so genannten bürgerlichen Kreisen mit ihren sich stetig outenden Antisemiten.“

PRESSEERKLÄRUNG zum W.A.Z.-Artikel „Warum nicht zwei Gymnasien schließen?“ vom 27.03.2019

Gesamtschulleiter fordert Schließung zweier Gymnasien für die Einrichtung einer neuen Gesamtschule in Bochum

Der Vorsitzende der Bochumer Philologen-Verbands-Bezirksgruppe Bochum/Hattingen/Witten, Dr. Paul Reiter, kritisiert die Forderung, in Bochum zwei Gymnasien zugunsten einer neuen Gesamtschule zu schließen:

„Es ist schon grotesk, wenn ein Gesamtschulleiter in Bochum fordert, zwei Gymnasien zugunsten der Errichtung einer weiteren Gesamtschule zu schließen. Gerade die Schulform Gymnasium mit konstant über 40 % Zuspruch unter den Schülerinnen und Schülern hat sich hier bei uns in Bochum im Laufe der letzten Jahrzehnte trotz der zahlreichen, einfach nicht enden wollenden Hetzkampagnen als eine sehr dynamische, moderne und leistungsbewusste Schulform behauptet. Es entspricht einfach nicht der Wahrheit, dass so viele Schülerinnen und Schüler keinen Platz an der Gesamtschule erhalten haben und deshalb eine weitere (sechste) Gesamtschule notwendig würde. Denn drei Gesamtschulen müssen 150 Kinder abweisen, obwohl es an den anderen Gesamt- und Sekundarschulen noch 173 freie Plätze gibt. Die fünfte (neue) Gesamtschule Bochum-Mitte und die beiden Sekundarschulen, die ja Schwestern der Gesamtschule und Schule des längeren gemeinsamen Lernens (ohne Oberstufe) sind, haben auf Grund der doch eher geringen Anmeldezahlen noch genügend Kapazitäten frei, um diese Schülerinnen und Schüler aufzunehmen. Was wollen wir den Eltern von 180 Kindern sagen, die sie an der beliebtesten Schulform Gymnasium angemeldet haben? Dass zwei Gymnasien zerschlagen werden, um eine neue Gesamtschule zu errichten? Man kann nur hoffen, dass der Vorsitzende des Bochumer Schulausschusses, Ernst Steinbach, standhaft bleibt und nicht auf diesen absurden Vorschlag eingeht, in einer Universitäts-Großstadt wie Bochum zwei Gymnasien zu Gunsten einer neuen Gesamtschule zu schließen. Es ist vielmehr ein Armutszeugnis der Gesamtschulbefürworter, die bei vielen Eltern sowie Schülerinnen und Schülern so beliebte Schulform Gymnasium bewusst und permanent zu diskreditieren, weil man sie im Grunde abschaffen will. Gerade in einer gut funktionierenden Demokratie muss der Wunsch einer breiten Bevölkerungsmehrheit in Deutschland, das Gymnasium zu erhalten, endlich einmal respektiert und akzeptiert werden.

Dr. Paul Reiter, Bochum                                                                                                                                                                                                27. März 2019

Detlef Sell (1947 bis 2018) ist leider verstorben

Im Namen unserer PhV-Bezirksgruppe habe ich der Familie Sell und ihren Angehörigen unser aufrichtiges Beileid anlässlich des Todes von Detlef Sell nach schwerer und kurzer Krankheit ausgesprochen und an der Beerdigung teilgenommen.

Viele Jahre verbanden Detlef Sell mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen und mit unserem Philologen-Verband. Bis zum Jahr 2010 hat er als Schatzmeister bzw. Kassenwart gewissenhaft und zuverlässig, loyal und mit Freude in unserer PhV-Bezirksgruppe eine wertvolle Tätigkeit ausgeübt. Sein Ableben hat bei uns große Betroffenheit ausgelöst. Seine Zuverlässigkeit sowie Gradlinigkeit und vor allem seine menschliche Wärme, sein Humor und seine Hilfsbereitschaft waren von größter Bedeutung für uns.

Detlef Sell wird in den Herzen vieler unserer Mitmenschen weiterleben. In dieser Zeit des Schmerzes stehen wir an der Seite der Familie und wünschen ihr die nötige Kraft, diesen plötzlichen Verlust auszuhalten, und alles erdenklich Gute für die Zukunft.

Dr. Paul Reiter (Vorsitzender der PhV-Bezirksgruppe Bochum / Hattingen / Witten)

08.11.2017: Pensionärstreffen: Herzliche Verabschiedung von Bernd Joraschkewitz

Die Pensionäre der PhV-Bezirksgruppen Bochum/Hattingen/Witten sowie Herne trafen sich auf Einladung der Referenten für Pensionärsfragen, Herrn Bernd Joraschkewitz und Christa Schulze, am Mittwoch, dem 08.11.2017, wie jedes Jahr, im „Strätlingshof“ in Bochum. Aus Düsseldorf kam Peter Silbernagel, der die neuesten bildungspolitischen Nachrichten aus Düsseldorf mitbrachte. Mit großem Interesse verfolgten die zahlreich erschienenen Pensionärinnen und Pensionäre seine Ausführungen über die aktuelle Entwicklung nach dem Regierungswechsel im Mai dieses Jahres. So ging es u.a. um die Rückkehr zu G 9 (u.a. Zeitpunkt, 2. Fremdsprache weiterhin in Klasse 6 oder demnächst wieder in Klasse 7), Integrations- und Inklusionsklassen, eine nachhaltige Vertretungsreserve und die extrem hohe Belastung der am Gymnasium tätigen Kolleginnen und Kollegen.

Bernd Joraschkewitz, der mit Frau Christa Schulz über viele Jahre hinweg die Funktion des Referenten für Pensionärsfragen in den Bezirksgruppen Herne sowie Bochum/Hattingen/Witten zur größten Zufriedenheit aller Beteiligten ausgefüllt hat, übergibt nun wunschgemäß für die Bezirksgruppe Herne sein Amt an Herrn Helmut Wolff. In Zukunft werden Christa Schulze (unterstützt durch Stefan Blome) für die Bezirksgruppe Bochum/Hattingen/Witten und Helmut Wolff (unterstützt durch Birgit Herman-Heuvels) für die Bezirksgruppe Herne weiterhin zusammen die sehr gut besuchten Pensionärstreffen organisieren. Dr. Paul Reiter, Vorsitzender der Bezirksgruppe Bochum/Hattingen/Witten, überreichte Herrn Joraschkewitz ein Präsent mit italienischen Culinaria und dankte ihm noch einmal herzlich für sein unermüdliches Engagement, seine Zuverlässigkeit und seine sympathische Art, die Pensionärstreffen alljährlich zu gestalten. Am 07.11.2018 findet das nächste Pensionärstreffen beider PhV-Bezirksgruppen statt, worauf sich alle Teilnehmenden bereits jetzt schon freuen.

Christa Schulze, Dr. Paul Reiter

Aktuelle Meldungen aus dem Bezirk Bochum

Lebhafte Diskussion über die aktuelle Schulpolitik bei der PhV-Bezirksgruppe Bochum/Hattingen/Witten mit vier Politikern
6. April 2017, 10:40
Vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahlen am 14. Mai dieses Jahres lud der Vorsitzende der Philologen-Verbands-Bezirksgruppe Bochum / Hattingen / Witten, Dr. Paul Reiter, zu einer bildungspolitischen Diskussion mit Marcus Stawars (CDU), Prof. Dr.
Wahl des Vorstands der PhV-Bezirksgruppe Bochum/Hattingen/Witten
2. Dezember 2016, 09:45
Lebhafte Diskussion zur aktuellen Situation der Gymnasien in unserem Bundesland Im Rahmen der Wahlen zum Vorstand der Philologen-Verbands-Bezirksgruppe Bochum / Hattingen / Witten wurde Dr. Paul Reiter als Vorsitzender wiedergewählt. 1. Stellvertreterin ist Angelika Wilk,
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