Bezirksseminar „Das Gehirn positiv beeinflussen. Ressourcen zur Befriedigung von Grundbedürfnissen aktivieren“

„Das Gehirn positiv beeinflussen. Ressourcen zur Befriedigung von Grundbedürfnissen aktivieren“, so lautete das Thema des von den Bezirken Bonn/Rhein-Sieg und Euskirchen gemeinsam durchgeführten und von Jutta Bohmann, der Vorsitzenden des PhV-NW Referats „Frauen, Familie und Gleichstellung“ und zugleich Vorsitzenden des Bezirks Bonn/Rhein-Sieg souverän organisierten Seminars, das am 13. und 14. September 2019 in der dbb-Akademie in Königswinter-Thomasberg stattfand.

Unter der Leitung der Diplom-Psychologin Dr. phil. Renate Bonn machten sich die ca. zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einmal klar, dass ein wesentlicher Bestandteil des Gehirns, das „Nicht-Bewusste“, tendenziell viel zu wenig Beachtung findet, was nicht zuletzt deswegen problematisch sei, weil in diesem Bereich unsere Grundbedürfnisse angesiedelt seien.

In den Gesprächsrunden zeigte sich schnell, wie viele und zugleich sehr unterschiedliche Faktoren, unter denen die Korrekturbelastung eine besondere Rolle spielt, im Alltag einer Lehrkraft dazu beitragen, dass diese Grundbedürfnisse – selbst, wenn man sich ihrer bewusst ist – nicht zu ihrem Recht kommen (können). Diese Faktoren sind oft im Gesamtsystem begründet, aber auch darin, dass man z. B. innerhalb eines Kollegiums nicht genügend Unterstützung bei der Diskussion und Umsetzung durchaus zielführender Vorschläge findet.

Von der Fülle dieser Faktoren zeigte sich auch die Referentin beeindruckt. Umso wichtiger sei es, daran zu arbeiten, die im Gehirn vorhandenen Ressourcen zu aktivieren. Aber auch an den Arbeitsbedingungen einer Lehrkraft müsste sich noch einiges ändern, um zu verhindern, dass nicht zuletzt Frauen – oft unter nicht unerheblichen finanziellen Einbußen – im Interesse ihrer Grundbedürfnisse in Teilzeit gehen und/oder vorzeitig aus dem Dienst ausscheiden.   (Ulrich Bleck)