Informationen zur Tarifeinigung am 2. März 2019 in Potsdam

Der Philologen-Verband begrüßt die Tarifeinigung, die in der dritten Verhandlungsrunde am 2. März 2019 in Potsdam erzielt wurde, und bezeichnet sie im Ergebnis als einen ehrlichen Kompromiss. 

Die Anhebung der Tabellenentgelte in einem linearen Gesamtvolumen von 8 %, welches in drei Schritten um 3,2 % jeweils zum 1.1.2019 und zum 1.1.2020 sowie zum 1.1.2021 um nochmals 1,4 % umgesetzt wird, schafft einen Anschluss an die allgemeine Einkommensentwicklung und eine Perspektive für die kommenden 33 Monate. Aufgabe des Landes ist es nun, das Volumen dieses Abschlusses zeit- und systemgerecht auf die Beamten und Versorgungsempfänger zu übertragen.  

Auch die Erhöhung der Angleichungszulage für Lehrkräfte um 75 Euro auf 105 Euro rückwirkend zum 1.1.2019 ist ein richtiger Schritt, um die Paralleltabelle weiter voranzutreiben. Leider war eine vollständige Realisierung zum jetzigen Zeitpunkt in den Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite nicht zu erzielen. Hier muss nun dringend in den Vorgesprächen zur nächsten Tarifrunde eine Zielvereinbarung getroffen werden, auf welchem Weg die Paralleltabelle endlich realisiert werden kann. 

Gleiches gilt für die geforderte stufengleiche Höhergruppierung, hier konnte nur eine Erhöhung des derzeit geltenden Garantiebetrages von 64,01 Euro rückwirkend zum 1.1.2019 auf 180 Euro für die Entgeltgruppen 9 - 14 ausgehandelt werden. Die stufengleiche Höhergruppierung bleibt aber weiter eine unserer zentralen Forderungen, um eine Beförderung auch finanziell motivierend zu gestalten.  

Hier die Ergebnisse im Überblick

  • Anhebung der Tabellenentgelte in drei Schritten um 3,2 % (1.1.2019), 3,2 % (1.1.2020) und 1,4 % (1.1.2021). Bis zum 1.1.2021 mindestens um insgesamt 240 Euro (Laufzeit 33 Monate).
  • Erhöhung der Angleichungszulage für Lehrkräfte um 75 Euro auf 105 Euro zum 1.1.2019.
  • Erhöhung des Garantiebetrages auf 180 Euro für die Entgeltgruppen 9 - 14 zum 1.1.2019.