Pressemitteilung
Donnerstag, den 19. Mai 2011
Unzweifelhaft ist es sehr Ă€rgerlich, dass im Zentralabitur Grundkurs Mathematik 2011 WidersprĂŒche zwischen Voraussetzungen und AnsprĂŒchen auftraten. Mag sich auch die Zahl der betroffenen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in Grenzen halten, so können doch die Auswirkungen fĂŒr diese recht gravierend sein.
Daher ist das Schulministerium gut beraten, nicht auf die Beschwichtigungsformel der âunabhĂ€ngigen Professorenkommissionâ zu setzen, sondern die aktuelle Situation als ernstes Problem anzuerkennen und zu reagieren.
âDie Möglichkeit, den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern einen Nachschreibtermin in wenigen Tagen im Grundkurs Mathematik anzubieten, ist eine praktikable Möglichkeit, eine Schadensbegrenzung vorzunehmen. Auf gar keinen Fall dĂŒrfen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler Leidtragende von missverstĂ€ndlich gestellten Aufgaben sein! Abiturergebnisse sind im Konkurrenzkampf um StudienplĂ€tze ausgesprochen wichtig.
Schon daher ist ein sensibler und angemessener Umgang mit enttĂ€uschten SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern wichtig, weil diese sich âgetĂ€uschtâ sehen. Ebenso ist eine Reaktion auf die Folgen unkorrekt gestellter Abituraufgaben unabdingbar. Ein Nachschreibtermin wird kontrovers diskutiert werden. FĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ist die jetzt zu treffende Entscheidung schwierig; die LehrkrĂ€fte werden ebenso unter weiteren Arbeits- und Zeitdruck gesetzt. In der GĂŒteabwĂ€gung, die Probleme klein zu reden bzw. der Ansage, in der Bewertung der PrĂŒfungsleistungen gröĂere SpielrĂ€ume einzurĂ€umen, erachtet der nordrhein-westfĂ€lische Philologen-Verband die freiwillige Wahrnehmung eines Nachschreibtermins als ein akzeptables Angebotâ, so Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes NW.
Wenn auch das Zentralabitur 2011 an Gymnasien insgesamt gerĂ€uschlos und bei Hunderten von Aufgaben unproblematisch abgelaufen ist, so gilt doch: Die Wahrheit ist konkret! Das bedeutet fĂŒr die Zukunft, dass Mathematik-Aufgaben noch sorgfĂ€ltiger als bisher kontrolliert werden mĂŒssen. Generell lassen sich Fehler beim Zentralabitur gewiss auch in Zukunft nicht ausschlieĂen. Dann aber muss ein âFrĂŒhwarnsystemâ schneller und effizienter reagieren als bisher.
DĂŒsseldorf, 19. Mai 2011
Klaus Schwung
- Pressesprecher -
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