Pressemitteilung
Donnerstag, den 12. August 2010
Zielvorgabe ohne wissenschaftlichen Beleg und Rückendeckung in der Bevölkerung
Noch während des Landtagswahlkampfes hatten viele Beobachter und Berichterstatter unhinterfragt die Parole vom längeren gemeinsamen Lernen hingenommen. In den letzten Wochen mehren sich die nachzulesenden Anmerkungen, dass es keinen einzigen Beleg für den positiven Ertrag dieser Strukturmaßnahme gibt. Nach dem Hamburger Volksentscheid äußern selbst progressive Bildungsreformer, dass die Verlängerung der Grundschulzeit um ein 5. und 6. Schuljahr „tot“ sei.
Der nordrhein-westfälische Philologen-Verband hält wenig von Zweckoptimismus. Er nimmt sehr ernst, dass Schulministerin Sylvia Löhrmann immer wieder beteuert, an dem Ziel des längeren gemeinsamen Lernens festzuhalten. Sie möchte es über ’Freiwilligkeit’ erreichen. Der Strukturprozess soll offen gehalten werden
„Wir werden in den Kommunen darauf achten, dass die Einführung der Gemeinschaftsschule nicht gegen den Willen von Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern geschieht. Und wir werden nicht dazu schweigen, wenn über die Lenkung von Schülerströmen durch Schuleinzugsbereiche massiv manipuliert wird“, kündigte Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes an.
Düsseldorf, den 12.08.2010
gez. Klaus Schwung
- Pressesprecher -
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