Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen

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Pressemitteilung

FORSA-Umfrage: NRW-Bürger lehnen rot-grüne Schulpläne rigoros ab!

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Mahnung von Eltern, Schulleitern und Lehrern: Kinder nicht zum Spielball unsinniger Strukturveränderungen machen!

Unmissverständlich dokumentiert eine aktuelle FORSA-Umfrage für Nordrhein-Westfalen, dass zentrale rot-grüne Schulvorstellungen von der Bevölkerung abgelehnt werden. 57 Prozent sprechen sich gegen eine Verlängerung der Grundschulzeit aus, 78 Prozent wollen ein Wahlrecht der Eltern, nach der Grundschule zwischen unterschiedlichen Schulformen entscheiden zu können und 76 Prozent sagen NEIN zu einer einheitlichen Schule. Sie wünschen den Erhalt von Realschulen und Gym­nasien.

Diese Umfrageergebnisse stellten die Landeselternschaft der Gymnasien, die Schulleitervereinigungen für Gymnasien und der nordrhein-westfälische Philologen-Verband auf einer Pressekonferenz heute in Düsseldorf vor. Mit Nachdruck fordern Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer, nicht an der Existenz der Gymnasien zu rütteln! „Die Verstümmelung auf eine vierjährige Realschule und sechsjährige Gymnasialzeit wegen der Verlängerung der Grundschule trifft auf unseren heftigsten Widerstand!“, erklärt Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes.

Die Ergebnisse der FORSA-Umfrage liefern klare Voten:

  1. Gegen die Verlängerung der Grundschulzeit um zwei Jahre und gleich­zeitige Verkürzung der Realschulen und Gymnasien sprechen sich 57 Prozent aller Wahlberechtigten in NRW aus. Nur 34 Prozent sind für eine Ver­längerung.
    Je zeitlich näher die Befragten an ihrer eigenen Schulzeit sind, umso ein­deutiger fällt das Ergebnis aus. 65 Prozent der 18-29-Jährigen lehnt eine Grund­schulzeitverlängerung ab.
    Auch bei den Anhängern der Parteien sind CDU, FDP, SPD und DIE LINKE mehrheitlich dagegen. Nur eine Mehrheit von Anhängern der GRÜNEN befürwortet mit 50 Prozent die Verlängerung der Grundschulzeit.
  2. Für ein Wahlrecht der Eltern nach der Grundschulzeit, zwischen unterschied­lichen Schulformen entscheiden zu können, sind 78 Prozent.
    Diese Einschätzung wird in allen Bevölkerungsgruppen geteilt. Erstaunlich ist, dass Anhänger der SPD (80 Prozent), der GRÜNEN (85 Prozent) und DIE LINKE (81 Prozent) noch oberhalb der Quote von CDU-Anhängern (77 Prozent) liegen [FDP: 84 Prozent]
  3. Gegen eine einheitliche Schule und die Schließung von Realschulen und Gymnasien sprechen sich 76 Prozent aus.
    Nur eine Minderheit von 20 Prozent hält es für richtig, Realschulen und Gymnasien durch eine einheitliche Schule zu ersetzen.
    Von den Anhängern der CDU erklären dies 84 Prozent, von den Anhängern der FDP 87 Prozent. Doch auch die Anhänger der Oppositionsparteien im Landtag und die Anhänger der Partei DIE LINKE sind mehrheitlich gegen eine Schließung von Realschulen und Gymnasien.

Die Vorsitzende der Landeselternschaft, Gabriela Custodis, wie auch die Vorsitzen­den der Schulleitervereinigungen, Konrad Großmann und Rüdiger Käuser, verlangen, dass sich die Politiker an den Interessen der Eltern und ausschließlich am Wohl der Kinder orientieren. Die von SPD, GRÜNEN und DIE LINKE geplante Struk­turveränderung provoziert ein Organisationschaos. „Schulpolitik ist kein Experimen­tierfeld! Schulen sowie Schülerinnen und Schüler dürfen nicht zum Spielball fragwür­diger Strukturreformen werden!“

 

gez.

 

Peter Silbernagel
(Vorsitzender des Philologen-Verbandes NW)

 

Gabriela Custodis
(Vorsitzende der Landeselternschaft der Gymnasien)

 

Konrad Großmann, Rüdiger Käuser
(Vorsitzende der Rheinischen und Westfälisch-Lippischen Direktorenvereinigungen)

 

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