Pressemitteilung
08. Februar 2010, 11:48 Uhr
Die große Herausforderung der Unterrichtsversorgung wird auch zu Beginn
der Jahres 2010 mit beachtlichen Einstellungszahlen beantwortet. Über 3000
Neueinstellungen in den Schuldienst nimmt das Land Nordrhein-Westfalen
vor. Dabei sind allein die Gymnasien mit 1230 Einstellungen erfasst. Der
Philologen-Verband begrüßt ausdrücklich diese Entwicklung.
„Einstellungen sind Fakten, die für sich sprechen. Die Einstellungspolitik in NRW überzeugt. Nur relativ wenige Stellen konnten noch nicht besetzt werden.
Wünschbares und Machbares nähern einander an“, zeigt sich der Vorsitzende
des Philologen-Verbandes, Peter Silbernagel erfreut über die hohen
Einstellungszahlen. „Zweifellos können die zahlreichen Projekte beispielsweise
zur individuellen Förderung und zur Ausgestaltung des Ganztags auch nur mit
hinreichend vielen Lehrkräften umgesetzt werden. Ohne eine ausreichende
Lehrerversorgung läuft alles Pädagogische ins Leere.“
Leider zwingt der in ganz Deutschland ausgedünnte Lehrerarbeitsmarkt dazu,
mit einer Vielzahl von Überbrückungsmaßnahmen die besonders krassen
Engpässe in der fachspezifischen Unterrichtsversorgung zu mildern. Seitenund
Quereinsteigerprogramme können dabei allerdings nur „Notlösungen“
sein. Es gilt, überzeugend und nachhaltig für den Lehrerberuf bei jungen Menschen
zu werben. Selbst bei rückläufigen Schülerzahlen werden recht hohe
Einstellungsquoten erforderlich sein, nicht zuletzt um die zugesagten Klassenverkleinerungen
in die Praxis umzusetzen.
Düsseldorf, den 08.02.2010
gez. Klaus Schwung
-Pressesprecher
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