Pressemitteilung
21. Januar 2010, 13:30 Uhr
Sitzenbleiberquote drastisch reduziert; Durchlässigkeit des Schulsystems stetig gewachsen!
Mit der aktuellen Statistik über die Zahl der Sitzenbleiberquote präsentiert das Schulministerium eine außerordentlich gute Entwicklung. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die eine Klasse wiederholen, ist in den letzten fünf Schuljahren an allen Schulformen gesunken.
Bezogen auf das Schuljahr 2004/05 reduzierte sich die Zahl an Hauptschulen von 5,0 % auf 4,4 %, an Realschulen von 4,1 % auf 3,4 %, an Gesamtschulen (Sek I) von 1,7 % auf 1,2 %, an Gymnasien (Sek I) von 2,4 % auf 1,3 % und im Schulform-Durchschnitt von 3,4 % auf 2,4 % im Schuljahr 2009/10.„Die Wiederholerquote ist vor allem an den Gymnasien in den letzten Jahren extrem stark zurückgegangen. Betrug sie im Schuljahr 2000/01 noch 3,9 %, so konnte diese Quote zuletzt auf ein Drittel und somit 1,3 % abgesenkt werden. Dass dies ohne Qualitätsminderung geschieht, beweisen alle Studien und Ergebnisse von Abschlussprüfungen. Große Anerkennung ist den Lehrerinnen und Lehrern zu zollen, die mit großem Einsatz die programmatische Vorgabe der individuellen Förderung konkret umgesetzt haben. Die ’Komm Mit’-Initiative des Ministeriums wird vom Philologen-Verband unterstützt. Die Teilnahme der Schulen, die sich auch unter wissenschaftlicher Begleitung in diesem Projekt intensiv um eine bestmögliche rechtzeitige Förderung der versetzungsgefährdeten Schülerinnen und Schüler kümmern, lässt sich mittlerweile auf mehr als ca. 700 Schulen beziffern“, bilanziert Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes.
Als ausgesprochen ermutigend wertet der Philologen-Verband auch, dass sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die von einer Hauptschule zur Realschule in den letzten Jahren gewechselt haben, deutlich erhöht hat. Dies gilt ebenso für die Schülerinnen und Schüler, die von einer Realschule zum Gymnasium wechselten. Gleichermaßen hat die Zahl derjenigen, die von der Realschule zur Hauptschule bzw. vom Gymnasium zur Realschule wechselten, in den letzten Jahren stetig abgenommen.
„Weniger Sitzenbleiber, mehr Aufsteiger! - Nordrhein-Westfalen zeigt, dass sich die großen Schulentwicklungsvorhaben zugunsten der Schülerinnen und Schüler spürbar auswirken“, so Peter Silbernagel.
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Düsseldorf, 21.01.2010
gez. Klaus Schwung
- Pressesprecher -
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