Schulpolitik
09. November 2009, 15:46 Uhr
Das Aktionsbündnis Schule, in dem unter den 16 Mitgliedern u.a. der Elternrat Hauptschulen NRW, der Elternverein NRW, verschiedene Katholische Elternschaften sowie der Verein kath. deutscher Lehrerinnen vertreten sind, kritisiert, dass der Verband Bildung und Erziehung immer wieder, das Ende der 671 Hauptschulen in Nordrhein-Westfalen herbei argumentiert.
An einer Befragung über die Perspektiven der Hauptschulen in Nordrhein-Westfalen hatten sich weniger als 5% aller Hauptschullehrkräfte und nur ein Viertel der Hauptschulrektoren beteiligt. Deren überwiegende Skepsis gegen die ‚Qualitätsoffensive Hauptschule’ wird nunmehr von den Initiatoren so gedeutet, dass grundsätzlich alle Hauptschulkolleginnen und –kollegen schulstrukturelle Veränderungen wünschten.
„Selbstverständlich wird der demografische Schülerrückgang in einzelnen Regionen des Landes für sämtliche Schulformen Folgen haben. Dies gilt natürlich auch für einzelne Hauptschulen. Doch gibt es keinen Anlass, dies damit zu verknüpfen, dass grundsätzlich die Existenz sämtlicher Hauptschulen in Frage gestellt wird. Die ‚Qualitätsoffensive Hauptschule’ unterstützt die gute Arbeit der nordrhein-westfälischen Hauptschulen. Keineswegs haben es die Hauptschulen verdient, permanent in pseudo-repräsentativen Stimmungsmachaktionen heruntergeredet zu werden“, kritisiert Peter Silbernagel die Tendenzen der VBE-Auswertung.
Nach wie vor setzt sich das Aktionsbündnis Schule dafür ein, dass ein vielfältiges Schulsystem auch in Zukunft in Nordrhein-Westfalen Schulvielfalt sichert. Strukturdebatten mit dem Ziel der Vereinheitlichung lehnt das Aktionsbündnis Schule ab.
Düsseldorf, den 09.11.2009
gez. Peter Silbernagel
(Sprecher des Aktionsbündnis Schule)