Inhalt

Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es wird ernst! Wenige Tage vor Beginn der Personalratswahlen publizieren wir eine zweite Spezial-Ausgabe 'Bildung aktuell'. Doch so speziell sind unsere Positionen keineswegs. Für uns sind sie selbstverständlich.

Post Scriptum

Wählen! – Möglichst richtig!

»Es ändert sich ja doch nichts!« – eine resignativ-fatalistische Einstellung, die als Entschuldigung für das Nicht-Wählen bemüht wird. Die Haltung, sich mit bestehenden Zuständen abgefunden zu haben, ist zu respektieren. Nur einer Auffassung widerspreche ich vehement, dass die Zustände allemal nicht noch schlimmer werden könnten. Jahrzehntelange schulpolitische Erfahrung in Nordrhein-Westfalen lehrt, dass die Skala der Zumutungen nach oben offen ist. Nur wenige Beispiele: Statt marginaler Besoldungserhöhungen kann es nicht nur eine Nullrunde, vielmehr mehrere geben.

PR-Wahlen

Die Schule in der Pflicht?

Beispiel: Förderpläne am Gymnasium

Der Rechtsform genügen

Den Personalrat erreichen zahlreiche Anfragen: Kann eine Kollegin einen Förderplan für einen Schüler erstellen, den sie gar nicht unterrichtet hat? Muss ein Kollege einen Förderplan in einem Fach erstellen, welches der Schüler im zweiten Halbjahr nicht mehr hat? Muss eine Kollegin mit Eltern ein Fördergespräch über einen Schüler führen, den diese Lehrerin zuvor noch nicht unterrichtet hat?

PR-Wahlen

Tarifergebnis: akzeptabler Kompromiss

Lehrerentgeltordnung: Nun ist der tariflose Zustand endlich beendet: seit dem 1. März 2016 werden Lehrer in ganz Deutschland nicht mehr nach ‘Gutsherrenart’ durch Arbeitgeberrichtlinien je nach Bundesland verschieden eingruppiert, sondern überall gleich. Zwar hat sich für ‘den Gymnasiallehrer’ nichts verändert, aber jetzt können Forderungen auch unsererseits gestellt werden, die in beiderseitigem Einvernehmen geregelt werden müssen.

Aktuell

Lehrer oder Lernbegleiter?

Gehören auch Sie zu dem Kollegenkreis, der Lernprozesse seiner Schülerinnen und Schüler gern zielorientiert lenkt? Der sich als Pädagoge versteht und als Bezugsperson verlässliche Beziehungen zu seinen Schülerinnen und Schülern gestaltet? Loben und ermutigen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler, sich Herausforderungen zu stellen? Betreten Sie Problemklassen – nach einem tiefen Durchatmen – auch in Randstunden gefasst, weil Sie gegebenenfalls wie ein Dompteur in der Manege Unterrichtsstörungen zu entschärfen und die Gruppe zu bändigen bereit sind?